Praxis für Naturheilkunde Susanne Juhaz

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AUTOIMMUN -
ERKRANKUNGEN

Die neue Seuche!



Was sind Auto-Immunerkrankungen?

Unter Autoimmunerkrankung versteht die Medizin einen Überbegriff für Krankheiten, die als gemeinsame Ursache eine übertriebene Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe haben.

 

Das Immunsystem erkennt fälschlicherweise körpereigenes Gewebe als fremd an und versucht es zu bekämpfen. Die Folge sind Entzündungen in verschiedenen Körperregionen und entsprechende Symptome.

Welche Zellen und Organe attackiert werden, unterscheidet die verschiedenen Autoimmunerkrankungen voneinander.
 

Bei der rheumatischen Arthritis sind es die Gelenke, bei Hashimoto die Schilddrüse. Die Ursache für die Erkrankungen ist allerdings immer die gleiche: Ein fehlgesteuertes Immunsystem.




Was sind die Ursachen?

Meist sind die Ursachen für die überschießende Immunreaktion trotz intensiver Forschung nicht bekannt. Es wird aber davon ausgegangen, dass eine genetische Disposition (eine angeborene Empfänglichkeit) eine wichtige Rolle spielt. Die Gene allein können allerdings nicht verantwortlich gemacht werden. 

Es wird davon ausgegangen, dass Umweltfaktoren mindestens genauso zur Entstehung beitragen. Dazu zählen: Ernährung, Lebensstil, Infektionen, Toxine, Hormone, etc. 

Die Gene selbst können wir leider nicht verändern. Sehr wohl aber können wir die Expression der Gene über unsere Umweltfaktoren, vor allem Ernährung und Lebensstil, sehr stark beeinflussen. 

Es gibt auch eine weitere Theorie, die besagt, dass möglicherweise die Zusammensetzung der Bakterien in unserem Darm eine Rolle spielt. 

Unser Immunsystem interagiert konstant mit unseren Darmbakterien und es liegt daher nahe, zu vermuten, dass

eine bestimmte Zusammensetzung unseres Mikrobiom einen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten haben könnte. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass Frauen und Männer eine unterschiedliche Zusammensetzung der Darmbakterien haben und Frauen etwas häufiger von Autoimmunerkrankungen betroffen sind.



Welche Autoimmunerkrankungen gibt es?

Da theoretisch jedes Organ Ziel unseres fehlgesteuerten Immunsystems sein kann, gibt es auch entsprechend viele verschiedene Arten von Autoimmunerkrankungen.

Diese werden grob in 3 Gruppen aufgeteilt:

  1. Organspezifische Krankheiten
  2. Systematische Krankheiten und
  3. Intermediäre Krankheiten.

Zu den Organspezifischen Krankheiten zählen solche Krankheiten, bei denen spezifische Organe betroffen sind, wie beispielsweise die Schilddrüse bei Hashimoto oder Morbus Basedow.

Die systematischen Erkrankungen dagegen beziehen sich nicht nur auf ein Organ, sondern auf verschiedene. Dazu zählen unter anderem rheumatische Arthritis oder Lupus erythematodes (Erkrankung des Bindegewebes).

Die intermediären Krankheiten sind Mischformen oder Übergangsformen. Weitere Beispiele für Autoimmunerkrankungen sind: 

  • Huntington (Erkrankung des Gehirns)
  • Morbus Bechterew (chronisch verlaufende, entzündlich-rheumatische Erkrankung an der Wirbelsäule)
  • Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa (Entzündliche Darmerkrankungen)
  • Multiple Sklerose
  • Neurodermitis
  • Zöliakie
  • Sjögren's Syndrome